Zur 50-Jahrfeier des Gesellschaftsvereins "Die Gemütlichen"

Ja, keiner glaubt’s und doch ist’s wahr,
unser’n Verein gibt’s 50 Jahr.
Drum fanden wir uns alle ein,
denn das muss doch g‘feiert sein!
Ich darf das Fest heut mitgestalten,
Euch allen eine Rede halten
und werde dies mit Freude nun
wie schon so oft in Versform tun.

An diesem Tag ist’s angebracht,
dass man ’nen kleinen Rückblick macht.
Herr Stahl, wie schön, dass wir ihn haben,
hat da so manches ausgegraben.
Er fand für uns, ist das nicht toll,
sogar das Gründungsprotokoll.
Ja, 53, ist zu lesen,
am 10.10. ist’s gewesen,
da gründete im Siedlerheim
ein Stammtisch unseren Verein.

Nun, 53 fing es an.
Wie war’s damals, als es begann?

Der Wendland sang in Frack und Hose
„Lebe wohl du schwarze Rose“
Maria Mucke machte Mut
mit „‘S wird ja alles wieder gut“
und Willy Schneider fiel mit ein
„Man müsste nochmal 20 sein“.
Die hübsche Sonja Ziemann war,
wie Rudolf Prack, ein Kinostar.
In „Schwarzwaldmädel“ sah man beide
und später in „Grün ist die Heide“.
Aus jedem Radio ertönte,
wie man die Queen in England krönte.
Und Adenauer dazumal,
der feierte die Wiederwahl.

Auch unsere Siedlung wuchs heran,
bis dann das Wirtschaftswunder kam.
Es schaute auch bei uns herein
und brachte uns das Siedlerheim.
Nach dem Malochen und dem Schwitzen,
konnt‘ man nun in der Wirtschaft sitzen.
Es trafen sich die Männer hier
und tranken mit Genuss ihr Bier.
Sie ließen sich am Stammtisch nieder
und nannten sich die „Gemütlichen Brüder“.

Sie hatten viel Int‘resse dran,
dass diese Wirtschaft leben kann.
So kamen sie bald zu dem Schluss:
Weil diese Wirtschaft leben muss,
da gründen wie einen Verein
und dann kommt immer Geld herein.
Mit 24 Leuten dann,
fing der Verein zu leben an.

Herr Seyschab war der erste Mann,
der den Vereinsvorsitz bekam
und es war der Max Degelmann,
der als Vereinskassier begann.
Der Beitrag war nur eine Mark
Und das Interesse wirklich stark.

Der Verein wuchs und mancher wollte,
dass man ihn doch begrenzen sollte.
Man tat es nicht denn bald war klar,
dass dieses gar nicht nötig war.

Es konnte damals im Verein,
nicht jeder einfach Mitglied sein.
Man hielt da förmlich ein Gericht:
Wird der genommen oder nicht?
Geld spielte damals keine Rolle,
es zählte die Gesichtskontrolle.
Und war nur einer mal dabei,
der sagte: „Na, der kommt net nei.“,
so wurde der nicht aufgenommen
und das ist schon mal vorgekommen.
Trotzdem wuchs der Verein ganz zünftig,
bald waren es schon 56.

Zur ersten Feier schürte man
zu Weihnachten den Ofen an,
um 13.00 Uhr, doch nicht’s hat’s g’nützt,
denn es hat wirklich keiner g’schwitzt.
Mit Mantel und mit dicken Socken,
blieb man trotz Kälte gerne hocken.
Der Raum fast voll, laut Protokoll,
und auch die Stimmung wirklich toll.
Es kam der Fasching und dreimal,
gab’s im Verein ’nen Faschingsball.
Der erste war, laut Protokoll,
gleich ausverkauft und auch ganz toll.

Aktivitäten gab es viel,
Ausflüge, Bälle, Fußballspiel,
gemütliches Beisammensein
und einmal Essen im Verein.
Im Sommer 53 hat,
der Rundfunk sogar, in der Tat,
den Hörern bayernweit verkündet,
dass unser Sommerfest stattfindet.
Auch dieses Fest war wieder toll,
so lesen wir im Protokoll.

Mitgliederversammlungen war’n oft
und dabei gab es unverhofft,
im Vorstand auch mal einen Streit,
um irgendeine Kleinigkeit.
So legte einmal ein Kassier,
aus Differenz um ein Maß Bier,
die Mitgliedschaft aus Zorn gleich nieder,
er ging davon und kam nie wieder.
Ein Vorstand ging, der andere kam,
der Wechsel gar kein Ende nahm.
Doch trotz viel Ärger und Verdruss,
war’s nie mit dem Verein ganz Schluss
und 72 kam die Wende,
Herr Brandl nahms in seine Hände.

Zur Wahl, da hat er nur gesagt:
Wählt mich, dann wisst ihr was ihr habt.
11 Jahre hat er’s ausgehalten,
die G’mütlichen mitzugestalten.
So hieß bei ihm, bald der Verein,
denn mal ließ Frauen auch mit ’rein.

Herr Christoph trat, als Vorstand an
und der hat viel für uns getan.
Die Zahl uns’rer Vereinsmitglieder
Stieg bald auf 75 wieder.
Er war’s, der dafür warb, dass Damen
Als Mitglieder zum Zuge kamen
und letzten Endes, sorgen die,
doch wirklich für mehr Harmonie.
Ich glaub die Herren hab’n bis heut
diese Entscheidung nicht bereut,
denn ohne uns, das seht ihr ein,
wär‘ heut nicht viel los im Verein.

Herr Christoph der, das ist uns klar,
ein wirklich toller Vorstand war,
lud einmal Sänger zu uns ein,
aus Wetzendorf war der Verein.
Kontakt dorthin gab’s zwar schon länger,
doch wurde der bald immer enger.
Das Treffen nämlich, das gedieh,
zu ungeahnter Harmonie.
Die Sänger singen heuer wieder,
bei uns zur Weihnachtsfeier Lieder,
und sie sind auch, was uns sehr freut,
zu unser’m Fest gekommen heut.
Man hat’s gehört, wie sie mit Tönen,
das Jubiläum uns verschönen,
Ihr macht uns Freude jederzeit,
wenn ihr mit uns zusammen seid.

Ja, ja, man sieht’s, da stimmt ihr ein,
’s gibt stehts was neues im Verein.
Das geht, so ist es auf der Welt,
auch bei uns nicht ganz ohne Geld.
Und eine Mark langt heut nicht mehr,
da brauchen wir schon etwas mehr.
Auch unser Jubiläum heuer,
das wird ganz sicher etwas teurer,
als unser 20-jähriges,
denn 73 hat man es,
für knapp 500 Mark gegeben,
so billig war damals das Leben.

Wir hab’n zum Glück, das wissen wir,
einen sehr sparsamen Kassier.
Und dann bekommen wir auch Spenden,
aus großzügigen Mitgliedshänden.
Das zeigt, sie lieben den Verein.
und stecken gern ihr Geld hinein.

Doch’s wichtigste, da stimmt ihr ein,
ist doch das Mitglied im Verein.
Dass viele dabei sind und das auch gern,
ganz gleich, ob Damen oder Herrn.
Das alle gut zusammenhalten,
und das Vereinsleben mitgestalten.
Ein paar gibt’s da, oh wie wunderbar,
die tun das mehr als 20 Jahr‘.
Ich will die Damen und die Herren,
deshalb heut Abend einmal ehren,
mit einer Flasche gutem Wein,
für’s langjährige Mitglied sein.
Verbunden mit dem Wusch, dass ihr,
die Treue uns haltet wie bisher.

Der Helmut Müller, das ist wahr,
ist bei uns jetzt rund 20 Jahr‘.
Ihn bitte ich als ersten hier,
zum Gratulieren her zu mir.

Ein Jahr davor, da trat schon ein,
der Helmut Stark in den Verein.
Den bitt‘ ich nun als nächsten hier,
zum Gratulieren her zu mir.

Im Jahre 81 steht,
kam zu uns Frau Margarete Späht.
Auch ihr möchte ich hier gratulieren
und ihr eine Flasche Wein servieren.

Und 80 schon da schloss sich uns an
im Januar Max Degelmann.
Und den bitt‘ ich, als nächsten hier,
zum Gratulieren her zu mir.

Ein Jahr vor ihm schon, da kam ’ne Dame
Ja, Margot Thommes ist ihr Name.
Die bitt‘ ich nun als nächste hier,
zum Gratulieren her zu mir.

Seit 75, was uns freut,
ist Josef Lettner Mitglied heut.
Auch ihn bitt‘ ich ganz herzlich hier,
zum Gratulieren her zu mir.

Jetzt kommt Horst Hose, es ist wahr,
der ist bei uns fast 30 Jar.
Den bitte ich nun her zu mir,
um ihm zu gratulieren hier.

Seit 56 schon ab Mai,
ist Willi Müller mit dabei.
Er unterstützt, wie wunderbar,
uns schon 47 Jahr.
Drum bitt‘ ich ihn voll Freude hier,
zum Gratulieren her zu mir.

Und nun kommt etwas, liebe Leut‘,
was mich heut ganz besonders freut:
Vom Gründungstage haben wir,
noch zwei Vereinsmitglieder hier.
Ganz klar, Herr Stahl ist das und dieser,
war lange Zeit Vereinsrevisor
und unser Erich Saffer hier
ist lange schon Vereinskassier.
Ich möchte diese beiden Herren,
natürlich ganz besonders ehren,
denn ohne sie, das sieht man ein,
gäb’s ihn doch nicht, unseren Verein.
Drum bitte ich sie nun her zu mir
und überreiche Ihnen hier,
zum Andenken an diese Stunde,
die 50-Jahr-Mitgliedsurkunde.
Und einen Korb mit guten Sachen
Ich hoff er wird Euch Freude machen!
Ja, vielen Dank heut an euch zwei,
und bleibt noch lange bei uns dabei.

Das ist jetzt nicht die letzte Flasche,
aus meiner mitgebrachten Tasche.
Denn jemand fehlt noch, ohne Frage,
den man gerne ehrt an diesem Tage.
Ja, gell das wisst ihr ganz genau,
natürlich unsere Vorstandsfrau.
Das der Verein stets funktioniert
und alles läuft so wie geschmiert,
das schafft sie locker und versiert,
auch wenn sie einer mal kritisiert.
Sie weiß ’nem jeden Recht getan,
ist eine Kunst die niemand kann.
Sie setzt sich wie Ihr Vater ein,
so gut sie kann, für den Verein.
Drum, liebe Eva, tritt heran,
dass ich dir heute danken kann.

Mit diesem Strauß da danken dir
Ganz herzlich alle Leute hier,
auch du kriegst, wie die vor dir schon,
eine Flasche Wein als Lohn.

Das war das Ende der Bescherung
Und ihr höre auf mit der Belehrung.
Nur eines möchte ich euch noch verkünden:
Es wird wieder ’ne Fahrt stattfinden.
Wir werden wir in frühen Jahren
Gemeinsam ins Theater fahren.
Davor, das wir kein‘ Hunger haben
werd’n wir uns an ’nem Karpfen laben.
Darüber freut ihr sicherlich
euch auch genau so sehr wie ich.

Nun lasst uns feiern liebe Leute
nicht oft kommt so ein Tag wie heute.
Noch lange, lange soll’s ihn geben
Unseren Verein, hoch soll er leben!

Veranstaltungen

Fr Feb. 23 @08:30 - 09:30AM
Elternkaffee
So Feb. 25 @15:00 - 06:00PM
Frühlingszauber
So Feb. 25 @15:00 - 06:00PM
Winterzauber
Di Feb. 27 @19:30 - 09:30PM
Gesangsprobe
Mi Feb. 28 @19:00 - 09:00PM
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